Marrakesch

So lange träumten meine Kollegen und ich von einem kinderlosen Kurztrip in Marrakesch. Nach langen Terminfindungsrunden wurde ein geeigneter Zeitraum gefunden, frühzeitig gebucht bekamen wir ein sehr gutes Preis Leistungs-Verhältnis: 4 Tage im Oktober über Expedia Flug und ein ganz süsses kleines Hotel (in Marrakesch Riad genannt) zusammen meist günstiger als separat zu buchen.

   

Die Koutoubia Moschee ist die größte Moschee in Marrakesch und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der marokkanischen Stadt. Die weltberühmte Moschee wurde im 12. Jahrhundert gebaut und ist damit eine der ältesten in ganz Marokko. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name der Moschee „Moschee des Buchhandels“. Im Mittelalter war die Koutoubia Moschee das geistige Zentrum der Stadt.

   

Ein botanischer Garten – nein, eine Oase, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen. Das ist der Jardin Majorelle. Der himmlische Garten beherbergt mehrere hundert Pflanzenarten aus aller Welt und wurde besonders durch Yves Saint Laurent zur Touristenattraktion. Dieser übernahm den Park 1980 nach jahrzehntelanger Verwilderung, um ihn zu restaurieren. Hier fanden wir ein ruhiges Fleckchen, an dem wir uns ein wenig vom Sightseeing erholen können. Inmitten der prachtvollen Anlage befindet sich das ehemalige Haus Yves Saint Laurents, welches immer noch im so genannten „Majorell-Blau“ erstrahlt.

  

Das für seine Lederwaren bekannte Marrakesch ist Heimat einiger Gerbereien, in denen lokale Familien seit Generationen beschäftigt sind. Tatsächlich gibt es Gerbereien seit der Gründung der Medina vor über tausend Jahren. Für uns war dies eine Grenzerfahrung – Geruch, Farben und Sicht -, wenn man die Männer bei der Arbeit mit vorindustriellen Alterstechniken beobachtet. Dort hinzukommen war schwieriger als gedacht, nach mehrmaligen Nachfragen wurde man von einem Herren dort durch kleine Gassen und nicht ganz so schönen Teilen der Stadt mit ein wenig unbehagen hingeführt.

   

Da war der Einblick in die Einfärbung der Wolle in einer Seitenstrasse der Souks wesentlich angenehmer.

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Place to bee in Marrakesch ist definitv das Style / Luxushotel „El Fenn“ – gegenüber der Koutoubia-Moschee gelegen von außen relativ unscheinbar ist von Innen ein wahrer Traum. Wenn man dort aufgrund des Budgets nicht nächtigt sollte wenigstens einmal durch flanieren.

    

Durch das Zentrum Marrakeschs ziehen sich die sogenannten Souks. Die kleinen Gassen beherbergen zahlreiche Marktstände und lassen unsere Sinne regelrecht explodieren. Lampen auf der einen, Teppiche auf der anderen Seite. Hier wissen deine Augen nicht, wo sie zuerst hinschauen sollen. Überall riecht es nach marokkanischen Köstlichkeiten wie dem Msemen, einer Art Pancake oder frisch gepresste Säfte. Hier ist Feilschen erwünscht und ja manchmal sind die Verkäufer ein wenig aufdringlich.  Wir haben meist mehrere Sachen zusammen gekauft um einen besseren Preis zu bekommen.

    

Der wohl bekannteste Ort ist der Jeema el Fnaa Platzes im Zentrum Marrakeschs. Tagsüber begnetet man Schlangenbeschwörern und Gauklern. Die eigentliche Attraktion beginnt aber erst zu späterer Stunde. Wenn die Sonne langsam untergeht, kannst du förmlich zusehen, wie es auf dem Jeema el Fnaa immer voller wird, die Essenstände aufgebaut und zahlreiche Akrobaten und Schausteller ihren Platz einnehmen.  Wir waren ehrlich gesagt ein wenig überfordert mit diesem Markt und alles ein wenig zuviel – Affen an Ketten, sehr aufdringliche Henna Frauen die einem einfach was auf den Arm malen ohne zu fragen. Einmal gesehen hat es uns relativ schnell gereicht und sind in eine der unzähligen Rooftop Bars geflüchtet um uns das Spektakel von sicherer Ferne anzusehen.

Verzierte Säulen, wunderschöne Mosaike und eine beeindruckende Architektur erwarteten uns in der Medersa Ben Youssef. Das mehr als 400 Jahre alte Gebäude beherbergte früher bis zu 900 Studenten, die hier, abgeschirmt vom wilden Treiben der Medina, lernen konnten. Die aufwendige Gestaltung der Torbögen sind mit faszinierenden Mosaiken gestaltet. Von den vielen kleinen Räumen des Hauses, hat man einen tollen Blick auf das wunderhübsch gestaltete Wasserbecken, welches sich in der Mitte der Anlage befindet.

 

Zu Mittag kehrten wir in dem wohl wunderschönsten Café der Stadt La Famille in mitten einer Seitenstrasse der Souks – ein wahres Oase Örtchen mit fantastischem Soulfood und einem süßen kleinen Shop.

Unsere Sünden aus Marrakesch: zu teures Bier, ein Henna was keiner wollte und trotzdem bezahlt werden musste, schöne Taschen und Shirts und unzählige tolle Eindrücke und Fotos.

 

FAZIT: Ein toller Trip, jedoch würde ich persönlich kein zweites mal hin wenn man es einmal gesehen hat. Impossante Bauten, Mosaike etc aber auch sehr aufdringliche einheimische auf die man eingestellt sein muss. 4 Tage haben uns mit Sightseeing der Top spots ausgereicht und auch noch Zeit zum treiben lassen. bummeln, lecker Essen zu haben. Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein ursprüngliches Riad zu buchen und auf jeden Fall im La Famillle einzukehren.

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